Tipps gegen Reisekrankheit - damit der Weg das Ziel ist19.06.2019

Pünktlich zu den Sommerferien starten wieder viele von Ihnen in den gemeinsamen Urlaub, entweder mit dem Auto, der Bahn, dem Bus, dem Schiff oder mit dem Flugzeug.

Was für die meisten mit Freude beginnt, kann für manche auch zu einer Tortur werden, besonders dann, wenn man unter der Reisekrankheit leidet.

Unter Reisekrankheit versteht man eine Reihe von Symptomen, die u. a. durch eine Störung des Gleichgewichts entstehen. Die Augen, Ohren und das Gehirn müssen mit unterschiedlichen Eindrücken zurechtkommen (Bsp. Der Horizont bewegt sich, aber die Sitze oder Stühle sind fest).

Häufig äußert sich dieses durch:
• Schwindelgefühl
• Schweißausbrüchen
• Kopfschmerzen
• Übelkeit
• Erbrechen

Gerne möchte ich Ihnen einige Tipps und ein paar Brain Gym-Übungen mit auf den Weg geben:

1. Sitzen Sie im Auto, richten Sie Ihren Blick aus dem Fahrzeug heraus in die Ferne. Am besten suchen Sie sich einen Punkt am Horizont.
2. Vermeiden Sie es im Auto zu lesen oder auf das Handy zu schauen.
3. Achten Sie auf genügend Flüssigkeit (am besten trinken Sie stilles Wasser) und starten Sie Ihre Reise ausgeruht und mit leichter Kost im Magen.
4. In der Bahn/Bus sind Fensterplätze besonders geeignet oder Plätze, in den vorderen Sitzreihen.
5. Im Flugzeug sind die Sitzplätze in Höhe der Tragflächen eine gute Wahl. Wenn möglich, trinken Sie auch hier ausreichend und richten den Blick nach vorn/häufig nach oben.

Folgende Brain Gym-Übungen unterstützen Sie dabei, Ihre Reise entspannt zu genießen. Fangen Sie am besten schon einige Zeit vorher mit diesen Übungen an.

1. Balanceknöpfe
Berühren Sie mit den Fingern der einen Hand die Vertiefung unter dem Schädelrand, hinter dem Ohr. Legen Sie die andere Hand auf den Nabel. Verweilen Sie einen Moment. Dann wechseln Sie die Hände und berühren den Punkt hinter dem anderen Ohr.
Effekt: Bei Schwindelgefühl und leichter Übelkeit kann das Halten entspannend sein.

2. Liegende Acht
Halten Sie einen Daumen in die Luft und malen eine liegende Acht in die Luft. Beginnen Sie auf der Mittellinie (vor Ihrer Nase) mit der Bewegung nach oben. Wechseln Sie die Hand und verfahren Sie in gleicher Weise. Danach wiederholen Sie diese Übung mit beiden Daumen.
Effekt: Die liegende Acht integriert das rechte und linke visuelle Feld und stärt die Integration der linken und rechten Gehirnhälfte. Gleichgewicht und Koordination werden ebenfalls verbessert.

3. Denkmütze
Ziehen Sie Ihre Ohren sanft nach hinten und falten Sie sie aus. Fangen Sie oben an bis zum Ohrläppchen. Wiederholen Sie die Übung einige Male.
Effekt: Störende bzw. ablenkende Geräusche werden ausgeblendet. Die Übung erhöht das Hörvermögen, das Kurzzeitgedächtnis und die Fertigkeit des abstrakten Denkens.

4. Nackenrollen
Lassen Sie Ihren Kopf nach vorne hängen und rollen ihn langsam von einer Schulter zur anderen. Entspannen Sie dabei, während Sie tief ein- und wieder ausatmen. Die Übung kann sowohl mit offenen als auch mit geschlossenen Augen durchgeführt werden.
Effekt: Verspannte Muskulatur wird gelockert und die Übung steigert die Fähigkeit, mentale Aktivitäten stressfrei durchzuführen.

5. Positive Punkte
Berühren Sie Ihre Stirnbeinhöcker – sie liegen oberhalb der Augen, in der Mitte zwischen Haaransatz und Augenbrauen, entweder mit beiden Händen (eine Hand links, die andere rechts) oder legen Sie einfach eine flache Hand komplett auf Ihre Stirn. Atmen Sie dabei ganz entspannt ein und aus.
Effekt: Bei den positiven Punkten handelt es sich um Akupressurpunkte, die emotionalen Stress lösen. Durch das Berühren dieser Punkte wird die Reaktion des Gehirns auf Stress vom limbischen System in die vorderern Teile des Gehirns verlagert. Rationales Denken ist nach dieser Übung wieder möglich. Ebenso sorgt die Übung für Entspannung in Stresssituationen.

6. Hook-ups
Legen Sie Ihren linken Fußknöchel über den rechten (oder andersherum). Legen Sie das linke Handgelenk über das rechte Handgelenk. Verschränken Sie die Finger und drehen Sie die Hände nach innen und nach oben, vor die Brust. Schließen Sie anschließend die Augen und drücken Sie die Zunge beim Einatmen an den Gaumen. Beim Ausatmen entspannen Sie die Zunge wieder.
Effekt: Diese Übung unterstützt den Energiefluss, verbindet Energiekreisläufe und stimuliert das Fließen blockierter Energie. Beide Gehirnhälften werden verbunden. Des Weiteren steigert sich die Vitalität, Selbstwahrnehmung und Abgrenzung

Auch FLUGANGST erhöht die Reisekrankheit. Vor ca. 4 Jahren ging es mir ähnlich. Hier gibt es ebenfalls viele Kinesiologische Techniken, damit auch Sie einen Flug ganz entspannt genießen können. Früher habe ich es nicht für möglich gehalten. Heute genieße ich die Flüge in den Urlaub. Wenn Sie mögen, sprechen Sie mich gerne an.

Sollte die o. g. Beschreibung Ihnen nicht ausreichen, können Sie die einzelnen Übungen auch gerne in Bildform im Netz anschauen z. B. über den VAK-Verlag.

Ich wünsche Ihnen eine ganz wunderbare Reisezeit. Kommen Sie entspannt an und gesund wieder zurück.

Herzliche Grüße
Tanya Seidel